Mausoleen

Von den freistehenden Mausoleen werden die beiden Bauten in  Sichtmauerwerk in den Kunstführern in die zweite Hälfte des 19. Jh. und der Putzbau in die erste Hälfte des 20. Jh. Jahrhunderts datiert. Ursprünglich gab es sogar vier Mausoleen: Der nordöstliche Anbau an die Kirche, die Grablegung früherer Patrone, wurde aber nach 1945 abgerissen. Er war bis 1939 das Mausoleum derer von Klot-Trautvetter auf Hohendorf, seit 1733 Patrone der Groß Mohrdorfer Kirche. 1939 wurde in Hohendorf eine neue Kapelle gebaut, und die Särge wurden dorthin überführt. Da das Memorabilienbuch, in dem Wichtiges notiert werden musste, nicht mehr vorhanden ist, fallen genauere Angaben schwer.

Liest man in den Adelslexika nach, so dürfte es sich bei dem Paar in der verputzten Kapelle um den letzten Freiherrn Ernst von Klot-Trautvetter (1787-1843) und seine Frau Wilhelmine von Platen (1787-1843) gehandelt haben. Er war übrigens Ritter des Johanniterordens.

In dem Mausoleum nordöstlich der Kirche (große Kapelle) sind die Reste der stark zerstörten Originalverglasung hinter einer Außenverbretterung sowie die Supraporte des Südportals sichtbar erhalten. Die Fenster bestehen aus großzügigen Rosettenmustern mit Vier- und Sechspässen sowie floraler Grisaillemalerei, teilweise unter Verwendung von Silbergelb. Früher stand „Nisdorf“ über der Tür. Ein großes Kreuz, das heute auf dem Friedhof zu sehen ist, stand im Innenraum. Auf der vor der Kapelle liegenden Fläche wurden die in den Zinksärgen liegenden verstorbenen Mitglieder der Familie Zansen-Osten-Rewoldt bzw. Radetzky-Mikulisz bestattet. Die Kapelle wurde vermutlich 1903 erbaut, als Max Zansen, genannt von der Osten starb. Er hatte die Herrin von Nisdorf, Therese Rewoldt (1841-1931) geheiratet.

* Dieser Text wurde nach der ursprünglichen Fassung vom seinerzeit praktizierenden Tierarzt Dr. H. Prange zusammengestellt.